Glossar
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P R I V A T E  E Q U I T Y


Private Equity gewinnt als FINANZIERUNGSINSTRUMENT an Bedeutung.  Wichtige Begriffe aus der Welt des Private Equity:

Brückenfinanzierung:
Eine Kapitalspritze, die Unternehmen auf ihren Börsengang vorbereiten soll.

Buy-out:
Finanzinvestoren und das Management übernehmen eine Firma oder Teile davon.

Vintage-Jahr:
Die Zeit, in der die ersten Gelder in einen Buy-out-Fonds investiert werden.

Exit:
Der Ausstieg eines Finanzinvestors.

Spin-off:
Bezeichnung, wenn eine Firma eine Sparte oder eine Abteilung ausgliedert.

Due Diligence:
Bezeichnet eine umfassende Prüfung des Unternehmens durch einen Finanzinvestor,
bevor dieser eine Finanzierungsentscheidung trifft.

Track Record:
Erfolgsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens, eines
Managers oder auch Unternehmers.

Early Stage:
Die Finanzierung erfolgt in der Frühphasenentwicklung von Unternehmen und wird
zur Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung verwendet

Private-Equity: Erholung nach der Flaute
Private Equity als Finanzierungsinstrument erlebt seit rund zehn Jahren einen Boom, auch in Deutschland
­ der Hunger nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten war groß. Gerade für Mittelständler war es zur dama-
ligen Zeit schwierig geworden, an Kredite zu kommen.

Zu Beginn verlief die Entwicklung im Private-Equity-Segment sprunghaft: Von 1995 bis
zum Jahr 2000 verneunfachte sich das hier zu Lande jährlich investierte Volumen von 500 Millionen
Euro auf 4,5 Milliarden Euro.

Aber dann brachen die Aktienmärkte ein, was sich auch auf das Private-Equity-Geschäft negativ auswirkte
Engagements wurden stark eingeschränkt.

Doch seit dem vergangenen Jahr ist eine deutliche Erholung spürbar: So wurde im vergangenen Jahr bereits wieder
3,8 Milliarden Euro in Private Equity investiert.

Der deutsche Markt gilt im Vergleich mit den USA und Großbritannien als unterentwickelt und besitzt deshalb auch
ein erhebliches Entwicklungspotenzial.

Experten sind sich einig, dass Deutschland in den kommenden Jahren im-Bereich Private Equity aufholen wird.
Auffällig ist, dass der Löwenanteil der Private-Equity-Finanzierungen auf so genannte Buy-outs oder Buy-ins
entfällt, also zum Beispiel die Übernahme eines Unternehmens durch das Private-Equity-Management: In diesen
Bereich fließen mehr als 70 Prozent des Kapitals.

Der Rest verteilt sich auf die Finanzierung der Expansion und des Wachstums sowie Neugründung (Start-up)

Von den Gesellschaften, die sich als Geldgeber im Private-Equity-Bereich tummeln, dominieren bei spektakulären
Deals angelsächsische Akteure wie Blackstone Cerberus oder Saban Capital.

Sobald die Beträge kleiner werden und die Aussicht auf hohe Renditen schwindet, kommen andere Adressen
ins Spiel, wie etwa die staatlich geförderten Private-Equity-Fondslösungen der Mittelständischen
Beteiligungsgesellschaften (MBG)