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Neue Baseler Eigenkapitalempfehlung für Kreditinstitute (Basel II/III) des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht ab 2007 Mit der offiziellen Einführung der neuen Baseler Eigenkapitalempfehlung für Kreditinstitute (Basel II) im Jahr 2007 wurden die internationalen Basel II- Rahmenvereinbarungen nun auch für Kreditinstitute in Deutschland verbindlich vorgeschrieben. Vorgesehen ist die Einführung eines umfangreichen Regelwerkes für Mindesteigenkapitalanforderungen, bankaufsichtliche Überprüfungsprozesse und Markttransparenz. Weitere Informationen zu Basel II/III in www.bundesbank.de unter der Rubrik Bankenaufsicht. Mit einem Klick auf die nachstehende Grafik können Sie kostenlos prüfen, ob Ihr Unternehmen Fit für ein Rating ist:. Fit für ein Rating? Auswirkungen von Basel II/III auf das Interne Rating von Unternehmungen Mit der offiziellen Einführung des neuen Basel II Regelwerkes ab dem Jahr 2007 wurden die Anforderungen an Kreditinstitute insbesondere hinsichtlich der Eigenkapitalhinterlegung und des Risikomanagements deutlich erhöht. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Rating-Anforderungen gegenüber Unternehmungen. Unter einem sog. Rating (engl.: Einschätzung) versteht man ein Beurteilungsverfahren, mit dessen Hilfe eine bestimmte Meinung relativ zu einem Bewertungsobjekt ausgedrückt wird, und zwar in Form einer einzigen Note bzw. einem einzigen sog. Rating Grade. Ziel eines sog. Kredit-Ratings ist ein möglichst standardisiertes, objektives, aktuelles und skaliertes Urteil über die zukünftige Bonität bzw. die zukünftige wirtschaftliche Leistungskraft einer Unternehmung. Wesentliche Merkmale eines finanziellen Ratings sind die relative Risikobeurteilung im Vergleich zu anderen Unternehmungen, die zeitliche Vergleichbarkeit, die strenge Branchenbezogenheit und die Betonung von qualitativen Analysekriterien. Hauptaufgabe des Ratings ist es, dem Investor oder Kreditgeber einen einheitlichen und wohl definierten Risikomaßstab in Form eines eindeutigen Bonitätssignals anzubieten. Die Risikobezogenheit zeigt sich daran, dass Ratings eine Meinung über die prozentuale Ausfallwahrscheinlichkeit von Bewertungsobjekten innerhalb einer bestimmten Rating-Kategorie ausdrücken. Diese Erkenntnis kann allerdings nur durch historische Erfahrungen gewonnen werden. Rating-Agenturen verifizieren deshalb die Qualität ihrer zukunftsgerichteten Ratings regelmäßig in Ex-post-Betrachtungen und veröffentlichen diese in Form von Ausfallstudien bzw. Track Records für einen Zeitraum von mindestens zwanzig Jahren. Im Anhang 4 dieses Handbuchs erhalten Sie weitere Detailinformationen zum Ablauf von sog. Internen Ratings bei Kreditinstituten. Qualitative und quantitative Beurteilung von zukünftiger Leistungsfähigkeit und Bonität Mit unserem Analyse-Rating-Modul können wir für Sie , ein komplettes Rating-Verfahren mit einer qualitativen und quantitativen Bewertung durchführen. Für die qualitative Bewertung Ihrer Unternehmung stehen insgesamt sieben ausgesuchte Beurteilungsfelder (z.B. Management, Unternehmenskonzept, Kundenorientierung) zur Verfügung, innerhalb derer für einzelne Beurteilungskriterien (z.B. Erfahrungen der Geschäftsleitung) Rating-Noten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) vergeben werden können. Die quantitative Bewertung erfolgt mit speziellen Kennzahlen, wobei die Kalibrierung bzw. die Bewertungs-Voreinstellung der Kennzahlen selbst vorgenommen werden können. Ebenso können wir die Gewichtung zwischen qualitativer und quantitativer Analyse einstellen.
Für die qualitative Beurteilung von zukünftiger Leistungsfähigkeit und Bonität stehen insgesamt sieben ausgesuchte Beurteilungsfelder mit jeweils sechs detaillierten Beurteilungskriterien zur Verfügung. Jedes Beurteilungskriterium kann über den gesamten Planungszeitraum mit einer Rating-Note von 1 bis 6 benotet werden (Schulnotenprinzip).
Für die quantitative Beurteilung bzw. Bewertung von zukünftiger Leistungsfähigkeit und Bonität stehen ausgesuchte Kennzahlen aus den Bereichen Ertragslage, Finanzierung, Betriebstätigkeit und Wachstumskraft zur Verfügung. Die Kennzahlen werden automatisch berechnet und mit einer Rating-Note von 1–6 versehen. Bei den Kennzahlen haben wir die Möglichkeit, die Bedingung größer/kleiner und die Grenzwerte für die einzelnen Rating-Kategorien (Noten 1–6) zu ändern. Liegen besonders gute und besonders schlechte Bilanzdaten vor, können wir das System kalibrieren. Im Ergebnis wird für jede Kennzahl-Ausprägung eine Rating-Kategorie (Noten 1–6) angezeigt. Das einfache arithmetische Mittel aller Rating-Noten einer Plan-Periode ergibt die Gesamt-Rating-Note für das sog. quantitative Rating. Verwendete Kennzahlen im quantitativen Rating-Modul 1. Ertragslage – quantitatives Rating Gesamtkapitalrendite (%) (Jahresüberschuss/-fehlbetrag / Aktiva) × 100 Diese sog. Vermögens- bzw. Netto-Gesamtkapitalrentabilität (hier ohne Zinsaufwand im Zähler) macht eine Aussage darüber, wie sich die eingesetzten Vermögensgegenstände der Unternehmung, also die Aktiva-Werte, rentieren bzw. wie viel Euro (Buch-)Gewinn aus einem Euro Vermögenseinsatz erzielt wird. Ob das Vermögen aus Fremd- oder Eigenkapital finanziert wurde, spielt hier keine Rolle. Das Verhältnis zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital wird auch als Return on Investment (ROI) bezeichnet.
Kapitalumschlag (%) (Umsatzerlöse / Aktiva ) × 100 Aussage über die Leistungsfähigkeit des eingesetzten Kapitals, Umsatzerlöse zu generieren. Wichtige Teil-Kennzahl zur Ermittlung des Return on Investment (ROI) (Umsatzrentabilität × Kapitalumschlag).
Cashflow-Rate (%) (Cash Earnings / Gesamtleistung) × 100 Anteil der unmittelbaren Cashflows an der Gesamtleistung der Unternehmung ergibt eine Aussage über die Fähigkeit, aus den erzielten Gesamterträgen flüssige Mittel für Investitionen und Finanzierungen zur Verfügung zu stellen.
2. Finanzierung – quantitatives Rating Eigenkapitalanteil (%) (Eigenkapital/Gesamtkapital) × 100 Eine nachhaltige Entwicklung des Eigenkapitals stellt den entscheidenden Puffer für Geschäftsrisiken dar. Eines der wichtigsten Bonitätskriterien.
Zinsempfindlichkeit (Betriebsergebnis + ao Erträge – ao Aufwendungen + Zinsaufwand ./. Zinserträge) / Zinsaufwand – Zinserträge × 100 Die Zinsempfindlichkeit ist ein Maß für das Verhältnis zwischen Jahresüberschuss (Gewinn) und Zinsergebnis, bereinigt um das außerordentliche Ergebnis, vor Steuern. Je höher der Wert der Zinsempfindlichkeit, desto geringer der Einfluss der Zinsen auf das Betriebsergebnis, desto geringer z.B. der Einfluss von Zinssatzänderungen.
Verschuldungsgrad (Jahre) (Gesamte Verbindlichkeiten / Free Cashflow) Maß für die Fähigkeit der Unternehmung, kurzfristige und langfristige Schulden mithilfe der Einzahlungsüberschüsse nach Investitionen (Free Cashflow) innerhalb eines bestimmten Zeitraums zurückzahlen zu können. Die gesamten Verbindlichkeiten ergeben sich in der Bilanz aus den Positionen kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten, der Free Cashflow aus der Kapitalflussrechnung mit dem Saldo der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit.
3. Betriebstätigkeit – quantitatives Rating Debitorenlaufzeit (Tage) (Forderungen / Umsatzerlöse) × 360 Die Debitorenlaufzeit bzw. das Debitorenziel gibt Auskunft über die durchschnittliche Verweildauer von Forderungen (= Lagerdauer) im Unternehmen in Tagen. Je höher die durchschnittliche Verweildauer von Forderungen im Unternehmen, desto schleppender der Zahlungseingang, desto ungünstiger wird die Liquidität beeinflusst. Der Kehrwert der Debitorenlaufzeit ergibt die Umschlaghäufigkeit der Forderungen im Unternehmen.
Kreditorenlaufzeit (Tage) (Lieferantenverbindlichkeiten ohne Investitionen / Materialaufwand und ähnliche Aufwendungen inkl. Bestandsveränderungen) × 360 Die Kreditorenlaufzeit bzw. das Kreditorenziel gibt Auskunft über die durchschnittliche Verweildauer von Lieferantenverbindlichkeiten im Unternehmen in Tagen (Lagerdauer). Die durchschnittliche Kreditorenlaufzeit ist ein Maß, wie viel Tage Sie sich für die Bezahlung Ihrer Lieferanten Zeit lassen (können). Je höher die durchschnittliche Kreditorenlaufzeit, desto günstiger für Ihre Liquidität.
4. Wachstumskraft – quantitatives Rating Veränderung Gesamtleistung (%) (Gesamtleistung Periode 2 / Gesamtleistung Periode 1)–1 × 100 Darstellung der Wachstumsrate der Gesamtleistung laut GuV im Vergleich zur Vorperiode.
Veränderung Rohertrag (%) (Deckungsbeitrag Periode 2 / Deckungsbeitrag Periode 1)–1 × 100 Darstellung der Wachstumsrate der Deckungsbeiträge laut GuV im Vergleich zur Vorpe-riode.
Investitionsquote (%) Investitionen der Periode / Gesamtleistung GuV × 100 Darstellung des Anteils der Investitionen einer Periode an den Gesamterträgen. Maß für die Innovationsfähigkeit der Unternehmung. Rating Ergebnis Das Rating-Ergebnis zeigt den quantitativen Rating-Durchschnitt (arithmetisches Mittel der Kennzahlen-Ratings einer Plan-Periode) und den qualitativen Rating-Durchschnitt (arithmetisches Mittel der Rating-Noten aller Beurteilungskriterien). Je nach Gewichtung zwischen den quantitativen und qualitativen Kriterien ergibt sich das Rating-Ergebnis als Gesamtnote für die Unternehmung. Jede Rating-Kategorie ist bezüglich der Bonität und der Leistungsfähigkeit einzeln definiert.
Definition der Rating-Kategorien 1–6 a) Definition hinsichtlich der
Bonität Rating-Stufe 1: a) Höchste Bonität,
ungewöhnliche Stabilität, geringstes Ausfallrisiko Rating-Stufe 2: a) Noch Güteklasse,
ausreichende Fähigkeiten zum Kapitaldienst Rating-Stufe 3: a) Mittlere Qualität,
ausreichende Fähigkeiten zum Kapitaldienst, Verschlechterung möglich Rating-Stufe 4:
a) Anfälligkeiten für den Kapitaldienst erkennbar, Bedienung
nicht gut gesichert Rating-Stufe 5: a) Bedienung des
Kapitaldienstes unsicher, Ungewissheit der Verhältnisse Rating-Stufe 6: a) Akute Gefährdung des
Kapitaldienstes, Zahlungsverzug Muster-Rating bitte hier ►downloaden! Sie haben Interesse? Fordern Sie
die detaillierten Unterlagen bei uns an! Ihre Fragen beantworten wir Ihnen gern unter Tel.: 030 - 892
68 81 | |||||||||||||||||||||||||||||